| Abstract (German): |
ZUSAMMENFASSUNG: Der Nachweis und die Quantifizierung von Nanoplastikpartikeln (NPs) in Umweltgewässern sind entscheidend für die Überwachung ihres Verbleibs und die Bewertung potenzieller Gesundheitsauswirkungen. Allerdings behindert das Fehlen sensitiver und universeller Nachweissysteme eine effektive Regulierung, wie die EU‐Kommission hervorgehoben hat. In dieser Arbeit stellen wir die MagNanoTrap‐Anreicherungsplattform zur Erfassung von NPs vor, die ein bifunktionales Peptid (LCI‐DZ‐MBP1) mit Fe3O4‐superparamagnetischen Nanopartikeln (SPIONs) kombiniert. Das LCI‐Peptid bindet an SPIONs, während das MBP1‐Peptid als allgemeiner Binder für gängige Polymere wie Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polystyrol (PS) und Polyethylenterephthalat (PET) dient. MagNanoTrap zeigt eine maximale Adsorptionskapazität von 3,95 ± 0,14 g/g für PS‐COOH500 nm NPs und ermöglicht in Kombination mit Pyrolyse–Gaschromatographie/Massenspektrometrie (Py‐GC/MS) eine zuverlässige Zusammensetzungsanalyse gemischter NPs sowie eine Quantifizierung bis hinunter zu 0,061 µg für PS. Die erreichte Sensitivität stellt sicher, dass in der Regel bereits eine 1‐L‐Wasserprobe ausreicht, um NPs in Umweltwasserproben nachzuweisen und zu quantifizieren. Hohe Salzionenkonzentrationen fördern hydrophobe Wechselwirkungen und erhöhen die Bindungsaffinität der NPs. Die Vielseitigkeit von MagNanoTrap wurde durch die erfolgreiche Anreicherung und Quantifizierung verschiedener NPs demonstriert, darunter PP, PS, PE, PET, Poly(methylmethacrylat), Polycarbonat, Nylon 6 und Nylon 66, in sieben Umweltwassermatrices aus Fluss‐, See‐, Meeres‐ und Abwasserproben. [ABSTRACT FROM AUTHOR] |